Blumhardt, Johann Christoph (1805-1880)

Johann Christoph Blumhardt

Johann Christoph Blumhardt

 

(Pfarrer Lennart Meißner)

 

Johann Christoph Blumhardt (* 16.07.1805 in Stuttgart) kam im Jahr 1838 als neuer Pfarrer nach Möttlingen.

 

Drei Jahre nach seinem Amtsantritt zeigte eine junge Frau aus Möttlingen, Gottliebin Dittus, Anzeichen einer schweren Krankheit die von Blumhardt als Besessenheit durch Dämonen gedeutet wurden. Blumhardt betete über zwei Jahr intensiv für Gottliebin Dittus um Genesung.

 

Als Gottliebin Dittus tatsächlich gesund wurde löste dies in Möttlingen eine Erweckung aus. Menschen von nah und fern belagerten das Möttlinger Pfarrhaus um mit Blumhardt zu beten und sich von ihm die Beichte abnehmen zu lassen. An jedem Sonntag mussten mehrere Gottesdienste hintereinander stattfinden weil die kleine Möttlinger Kirche die Besuchermassen nicht fassen konnte.

 

Blumhardt war davon überzeugt dass die Erweckung in Möttlingen nur die ersten Anzeichen einer viel größeren Erweckung waren und Gott in dieser Welt noch mehr Gutes tun und bewirken will. Johann Christoph Blumhardts ausgesprochen optimistischer Blick in die Zukunft und sein Vertrauen auf Gottes Handeln können sicherlich auch heute noch, gerade in unsicheren Zeiten, für uns eine Ermutigung sein.

 

Im Jahr 1852 verließ Johann Christoph Blumhardt mit seiner Familie Möttlingen um in Bad Boll ein Haus für kranke und belastete Menschen zu öffnen. Dort in Bad Boll starb Blumhardt am 25. Februar 1880.

 

 

Blumhardt-Gedenkstätte: www.blumhardt-gesellschaft.de