Barth, Christian Gottlob (1799-1862)

Christian Gottlob Barth

Christian Gottlob Barth, * 31.07.1799 in Stuttgart, + 12.11.1862 in Calw, von 1824 bis 1838 Pfarrer in Möttlingen, wird durch umfangreiche literarische Tätigkeit weit über die Grenzen seines Pfarrorts hinaus bekannt.

Eines seiner Ziele ist die Verbreitung evangelischer Jugendschriften und Schulbücher, welche Kinder nicht nur unterhalten und belehren sondern auch zur Bibel hinführen sollen.

Zahlreiche Jugendschriften verfaßt Barth in seiner Möttlinger Zeit; einige, wie etwa „Die drei im Brautstuhl“ oder „Das Bild in Teinach“ beziehen sich auf Ereignisse in der näheren Umgebung Möttlingens. Seit 1836 gibt er die „Jugendblätter“ heraus, für die auch Johann Christoph Blumhardt Aufsätze lieferte.

Unter den von Barth veröffentlichen Schulbüchern sind die „Zweimal zweiundfünfzig biblische Geschichten“ berühmt geworden. Sie wurden bis 1945  in 481 Auflagen gedruckt und in über 70 Sprachen übersetzt.

Daneben widmet sich Barth mit großem Engagement der Förderung der Mission. In seinem „Calwer Missionsblatt“ veröffentlicht er Berichte über Missionsunternehmungen in allen Teilen der Welt.

Bei all diesen Aktivitäten bleibt Barth kaum noch Zeit für seine Gemeinde.

Im Jahr 1838 gibt er seine Pfarrstelle in Möttlingen auf und übernimmt die Leitung des Calwer Verlagsvereins.

Durch seine Kontakte mit der Basler Mission lernt er Blumhardt kennen und schätzen (Blumhardt war eine Zeitlang Lehrer bei der Basler Mission).

Auf Barths Wunsch wird Blumhardt die Pfarrstelle in Möttlingen angeboten.

Blumhardt kommt dieses Angebot gelegen und nimmt sie an.